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Meine Reise 2011 - 2014

Meine Reise 2011 - 2014

Samstag, 17. Dezember 2011

Melbourne

Es ist der 18.12.2011, wir schreiben Tag 130 in Australien, noch 6 Tage bis Heilig Abend. Die letzten Tage in Cairns waren geprägt von heißem und schwülem Wetter. Eines Tages, an einem weiteren heißen Nachmittag am Hostelpool sagte mir jemand: „Heute ist erster Advent“. Irgendwie konnte ich es nicht so recht glauben, was ich gerade gehört habe. Erster Advent. Weihnachtszeit. Und ich in Badehose unter Palmen bei bis zu 35°C. Wo sind der Glühwein, die Lebkuchen und die Weihnachtsdeko? Ein erstes Indiz, dass dies ein ganz komisches Weihnachten, aber auch ein ganz besonderes Weihnachten werden wird. Die letzte Woche in Cairns habe ich einfach entspannt und auf meinen Flug nach Melbourne gewartet. Ich habe mich nochmal an die Lagune gelegt, um die Sonnenstrahlen einzufangen, die in Cairns wohl die nächste Zeit nicht mehr so häufig auftreten werden. Einen Tag sind wir zum DFO (Direct Factory Outlet) gefahren, um ein wenig shoppen zu gehen. Ich habe mir eine neue Badehose gekauft, da meine Alte den Geist beim Beachvolleyball aufgegeben hatte und ein neues T-Shirt. Dann zeigte sich mal wieder, dass die Welt kleiner ist als man denkt. Laura, die ich aus Hannover kenne, schrieb mir, dass sie während ihrer Weltreise auch in Australien ist und einen Flug von Darwin nach Cairns genommen hat. Sie war bereits vor 3 Jahren in Cairns bei einer Gastfamilie, die sie nun wieder besuchen wollte. Ihre Gastfamilie ist nun nach Bali geflogen zum Urlaub machen und Laura passte währenddessen auf ihr Haus auf. Wir haben uns einen Tag an der Lagune getroffen. Dann habe ich mich einen Abend in den Bus gesetzt und bin nach Trinity Beach gefahren, wo das Haus ihrer Gastfamilie ist. Wir haben zusammen gekocht und haben mit Phil telefoniert, der ziemlich überrascht war, dass wir beide uns zusammen bei ihm gemeldet hatten :) Es tut gut, ab und an jemand Bekannten aus Deutschland hier zu treffen.



Letztlich war dann die Zeit gekommen nach einem Monat in und um Cairns die Koffer zu packen, um weiterzureisen. Am Sonntag, den 4.Dezember ging es dann auf zum Flughafen in Cairns. Nach Frankfurt – Abu Dhabi, Abu Dhabi – Singapur und Singapur – Brisbane ist das jetzt schon mein vierter Flug innerhalb von 4 Monaten. Es war kein schöner Morgen. Ich bin zum Flughafen morgens gelaufen. Nach 50 Minuten angekommen, musste ich erstmal auf der Flughafentoilette mein T-Shirt wechseln, weil es total durchgeschwitzt war. Als ich dann mein Gepäck aufgeben wollte kam der nächste Schock. Mein Gepäck war zu schwer. Also hieß es dann am Flughafen erstmal ausmissten. Ärgerlich. Sämtliches Essen kam in den Müll, ein paar Klamotten habe ich weggeschmissen und einige Bücher recycled. Zu allem Unfug haben sie mir dann auch noch mein Taschenmesser abgenommen. Nachdem ich mich dann 15 Minuten innerlich auf 80°C hochgespult habe, ging das Boarding los. Pünktlich um 9:20 Uhr hob der Jetstar-Flieger dann ab, um mich 13:35 Uhr in Melbourne abzusetzen. Immerhin wurde ich nach der Hektik am Flughafen mit einem Fensterplatz belohnt und ich konnte das Outback Australiens mal aus der Luft betrachten. In Melbourne angekommen, kam der nächste Schock, ein Kälteschock. In Cairns mit kurzer Hose, Flipflops und T-Shirt eingestiegen, bekam ich erstmal Gänsehaut als ich in Melbourne aus dem Flughafen kam. Es war bestimmt über 10°C kälter als noch in Cairns. Der ständige Wechsel der Zeitverschiebung macht mich auch ganz konfus. Bis gestern dachte ich noch, dass wir 8 Std. Zeitverschiebung in Melbourne zu Deutschland haben. Es sind allerdings 10 Std., noch eine Stunde mehr als in Cairns. Faktisch bin ich nun auch soweit von Deutschland entfernt, wie nie zuvor.

Schon auf dem Weg zum Hostel wirkte Melbourne auf mich sofort sympatisch. Ganz anders als noch in Brisbane 4 Monate zuvor. Melbourne ist einfach einzigartig. Es ist die schönste und angenehmste Großstadt in der ich bis jetzt war. Trotz der 4 Millionen Einwohner geht es hier gemütlich zu. Man fühlt sich fast wie in einem übergroßen Dorf. An jeder Straßenecke gibt es Musiker und irgendetwas Interessantes zu sehen. Das Interessante ist hier in Melbourne, dass im CBD (Central Business District) und anderen Stadtteilen sich die alte viktorianische Baukunst mit modernen Bauten vermischen. Ganz anders als in Brisbane, wo alles gleich aussah und langweilte. Die Skyline am Yarra River ist sehr imposant. Es gibt hier sehr viele Parks, viele Veranstaltungen und einfach viel zu sehen. Melbourne ist das kulturelle und musikalische Zentrum Australiens. Darüber hinaus sind die Leute hier absolut sportbegeistert und das merkt man auch, denn hier finden einige der wichtigsten Sportereignisse des Jahres statt. Die Australian Open (Tennis), der Melbourne Cup (Pferderennen) und natürlich das Formel 1 Rennen im Albert Park. Aber auch Stadien für Cricket, Fussball und Australian Football und Golfplätze sind hier zahlreich zu finden. Es wundert mich nicht, dass Melbourne 2011 zur lebenswertesten Stadt der Welt vor Wien und Vancouver gekürt wurde. In St. Kilda kann man sogar einen für die Großstadt angemessen Strand finden.
Nachdem ich an der Ostküste soviel Geld gelassen habe, war es nun meine Priorität einen Job hier zu finden. Ich bin also die erste Woche durch die City gelaufen und habe nach Jobs gesucht. Natürlich habe ich aber das Sightseeing dabei nicht vernachlässigt. Nachdem ich den CBD ein wenig erkundet habe, habe ich den Süden von Melbourne erkundet. Irgendetwas war komisch als ich dann nach einem kleinen Abstecher zum Strand im Albert Park eine ganz normale Straße langgelaufen bin. Dann dämmerte es mir. Ich stand gerade auf der Formel 1 Strecke. Kaum zu glauben, dass hier im März die Formel 1 Boliden wieder um die Wette fahren werden :D Würde ich mir gern anschauen. Ich habe mir weiterhin die Docklands angeschaut und den alternativen Stadtteil Fitzroy. 

Melbournes Skyline
Nordseite des Yarra Rivers - CBD



Kleine süße Straßenbahnen haben Sie hier auch :)

Das GPO (General Post Office)


Melbournes Skyline
Südseite des Yarra-Rivers - Southbank

In der Mitte sieht man den Eureka Tower, das zweithöchste Gebäude auf der Südhalbkugel (ca. 300m hoch)

Und nochmal die Nordseite des Yarra-Rivers




Albert Park
Um diesen See im Albert Park findet das alljährliche Formel 1 Rennen statt.

Der Strand in der Nähe von St. Kilda

Melbourne City bei Nacht

Das National Museum

Die alternative Brunswick Street im Stadtteil Fitzroy. Hier warten viele Cafes, Bars und Nachtclubs auf die Touristen.

Der Bahnhof "Southern Cross"
Zusammen mit der Flinders Statiin ist es der wichtigste Bahnhof in Melbourne.

Docklands

Das Etihad Stadium
Hier finden 52.000 Menschen Platz für Sportveranstaltungen der ganz besonderen Art.

Das Parlamentsgebäude von Victoria

Nochmal im CBD



Chinatown

Der Queen Victoria Market
Hier bieten Händler alles Möglcihe an. Es ist ein historischer Markt. Man kann hier von chinesischen Plunder über Obst und Gemüse bis hin zu Fleisch und Fisch alles finden. Das Beste ist. Hier kann man endlich mal zu deutschen Preisen einkaufen :)


Die Flinders Station

Der Federation Square

Und nochmal die Skyline aus einer anderen Perspektive



Der Remembrence Shrine
An dieser Gedenkstätte wird den Opfern der Weltkriege gedacht. Außerdem hat man von hier einen super Ausblick auf die City.




Mit der Arbeitssuche ging es anfangs schleppend voran. Dann aber zeigte sich mal wieder, dass auch hier in Australien alles über Beziehungen läuft. Pascal, mit dem ich schon an der Sunshine Coast zusammen auf der Erdbeerfarm gearbeitet habe, habe ich hier im Hostel wiedergetroffen. Er hat in einem Lagerhaus gearbeitet. Da er aber letzten Sonntag nach Brisbane geflogen ist, hat er seinen Supervisor gefragt, ob ich nicht seine Stelle übernehmen könnte. Perfekt. Ich habe einen neuen Job. Am Montag ging es dann um 5:49 mit dem Zug zum 35 Minuten entfernten Roxburgh Park, wo das Warenlager ist. Das Warenlager ist von Linfox, die wiederum u.a. die Nahrungsmittel für Kraft (deutsches Unternehmen) lagern und an die Supermärkte liefern. Kraft müsste Euch auch in Deutschland bekannt sein. Es gibt in jedem Supermarkt unzählige Artikel von Kraft. Ich wiederum bin für Belway angestellt, die quasi als Subunternehmen für Linfox einige Tätigkeiten im Lager überehmen. Hört sich kompliziert an. Jedenfalls bestehen meine Aufgaben darin große Container, wie man sie von Schiffen kennt, auszuladen, auf Paletten zu stapeln und diese in Folie einzuwickeln. Mir tat schon nach dem ersten Tag alles weh. Aber was tut man nicht alles für sein Geld. Und das Geld ist gut hier. Es gibt 21$ (16€) die Stunde, nach 8 Stunden sogar 28$ (21€) und nach 10 Stunden sagenhafte 38$ (29€) die Stunde. Ich habe letzte Woche (5 Werktage) zwischen 700$ und 800$  (ca. 600€) verdient. Meine direkten Arbeitskollegen, inklusive meine Supervisor, sind alles Inder. Es ist schon sehr lustig. Ich verpacke Waren eines deutschen Unternehmens in einem australischen Warenlager und es wird Hindu untereinander gesprochen. Wenn das nicht multikulturell ist, weiß ich auch nicht :D Mit mir sprechen die Inder natürlich in Englisch. Ich muss aber gestehen, dass Inder das zweitschlechteste Englisch nach den Iren sprechen. Ich habe auch noch nicht die Mentalität der Inder verstanden. Auf der einen Seite arbeiten sie so schnell als ob es keinen Morgen gäbe und auf der anderen Seite beklagen sie sich aber, dass die Arbeit so hart ist. Ein Inder hat mich gefragt, ob ich nicht zu Heilig Abend in sein Haus kommen möchte und wir ein bisschen was mit anderen Leuten trinken. Zugegeben, die Vorstellung Weihnachten mit Indern zu verbringen ist schon recht witzig.
Ich habe den Freitag herbeigesehnt. Meine Muskeln existierten quasi nicht mehr, jeder Schritt viel schwer und ich wäre fast im Zug eingeschlafen. Aber nun ist Wochenende und ich kann Energie auftanken. Auch wenn die Büroarbeit eintönig war, werden mir langsam die Vorzüge des Bürolebens in Deutschland bewusst. Meine Reise durch Australien gibt mir nicht nur kulturelle und touristische Eindrücke, sondern auch ein Einblick in verschiedene Berufsfelder. Ein weiterer Punkt, weshalb die Entscheidung nach Australien zu gehen richtig war. Leute, die mechanische Arbeit verrichten, sind in meiner Achtung gestiegen. Ich könnte das nicht länger als einen Monat machen. Ich sehe es hier dennoch als Herausforderung und bin schon etwas stolz, dass ich diese schweißtriebende Arbeit auf den Farmen und im Lager durchziehe, obwohl ich aus Deutschland „Besseres“ gewohnt war.

Gestern habe ich die Botanischen Gärten besucht. Ein traumhafter Ort mitten in Melbourne zum entspannen. Pflanzen aus aller Welt und Grün soweit das Auge reicht. Irgendwie schafft es Melbourne mir jeden Tag ein neues Gesicht zu zeigen. 




















Ich freue mich nun darauf Weihnachten und Silvester in Melbourne zu verbringen. Es wird wie schon erwähnt komisch, aber auch einzigartig werden. Mir kullert gerade eine Träne übers Gesicht, wenn ich daran denke niemanden von Euch während dieser Zeit bei mir zu haben. Ich vermisse Euch Alle so sehr. Australien ist schon Wahnsinn, aber es kann meine Heimat in diesen Momenten einfach nicht ersetzen. Keinen Tannenbaum, keine Bescherung, keine Plätzchen, keine Weihnachtsstimmung, keine Kälte, kein Schnee, kein gemütliches Zusammensein zu Silvester. Das ist schon echt hart, aber ich hoffe, dass der ein oder andere an Heilig Abend an mich denken wird. Ich wünsche Euch allen ein frohes Weinachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, den ich dieses Jahr wohl 10 Stunden eher als gewohnt vollziehen werde :)



Montag, 28. November 2011

Skydive und Great Barrier Reef

Nachdem ich einen Tag in Cairns entspannen konnte ging es auch direkt zum nächsten Highlight. Am 17.Novembehat mich morgens ein Shuttle Bus abgeholt, der mich nach Mission Beach gefahren hat, wo ich bereits für eine Nacht war. Der langersehnte Skydive stand auf dem Programm. Ich wusste nur nicht, ob ich mich freuen sollte. Es sollte hinaufgehen auf 14,000ft, also ca. 4,2km Höhe. Ich sollte aus einem Flugzeug springen. Oh mein Gott. Auf was hatte ich mich da nur eingelassen. Ich muss verrückt sein. Da ich etwas Höhenangst habe, erschwerte das die ganze Sache. Bis 12:30 musste ich dann in Mission Beach warten. Und dann war es soweit. Steve, mein Tandempartner, legte mir die Ausrüstung an und mein Herz rutschte immer mehr in die Hose. Als mich Toddy, mein Kameramann, der mich während des Sprunges gefilmt hat, interviewt hatte, habe ich noch über meinen innerlichen Kampf hinweggetäuscht. Dann ging es im Bus 20 Minuten zum Flugplatz nach Tully. Ok es war vielmehr eine Schotterpiste als ein Flugplatz. Die Cessna hob ab. Was sich mir dann für ein Ausblick bot, war einfach traumhaft. Australien von oben. Wunderschön. Das Wetter war auch super. In Cairns hatte es am Morgen noch aus Strömen geregnet. Aber als wir im Flieger saßen, waren lediglich Wolken im Hinterland zu sehen. An unserem Sprungplatz schien die Sonne. Dennoch konnte ich diesen Ausblick nur bedingt genießen. Ich saß völlig verkrampft zwischen Steve’s Beinen und jeden Meter den es höher ging begann ich mit meinem Leben etwas mehr abzuschließen ;) Kleiner Spaß. Ich wusste nicht was mich erwartet. „We are at 7,000ft now, Sebastian.“ Sagte mir Steve. Ich konnte es nicht glauben, dass wir gerade erst bei der Hälfte angekommen waren. Noch mal doppelt so hoch?  Und dann kam das Signal, dass wir die Absprunghöhe und den Absprungplatz erreicht hatten. Ein Springer öffnete die Tür. OH MEIN GOTT. Ich konnte nun 4,2km direkt auf den Ozean und das australische Festland schauen. Sprachlos. Zum Glück musste ich nicht als erstes springen. Als erstes sprang ein schottisches Mädel aus dem Flugzeug. Die Arme. Dann kletterte Toddy aus dem Flugzeug und hielt sich wie ein Stuntman außen fest. Der ist verrückt. Steve schob mich näher zum Ausgang. Die nervenaufreibendsten Sekunden meines Lebens. Meine Füße baumelten aus dem Flugzeug und ich saß in der Tür, unter mir 4,2km nur Luft. Three, Two, One, ein letzter Gruß in die Kamera und es ging los. Was dann folgte, waren die genialsten und atemberaubendsten  60 Sekunden, die ich je hatte. Wir fielen 60 Sekunden lang Richtung australischen Erdboden. Das Witzige, man hat überhaupt nicht gemerkt, dass man fällt. Es fühlte sich eher an, als ob man schweben würde. Der Boden kam nur langsam näher. Und dabei diesen Ausblick zu genießen. Einzigartig. Nach 60 Sekunden öffnete Steve dann den Fallschirm und wir konnten noch ca. 3 Minuten den Ausblick über Mission Beach genießen bevor wir sicher gelandet sind. Meine Adrenalinkurve muss sämtliche Grenzwerte überschritten haben. Fazit: Einen Skydive muss man gemacht haben und ich will nochmal :)




Und hier ist der Link zum Youtube Video meines Skydives:



Eigentlich wollte ich nur einen Tagestrip zum Great Barrier Reef machen. Etwas Schnorcheln gehen und einen Introductory Dive machen. Aber wie es so ist, bin ich nur einmal hier und ich habe mich entschlossen meinen Tauchschein am berühmten Great Barrier Reef zu machen. Am Morgen nach dem Skydive ging es dann auch schon los. Ihr seht, dass Backpackerleben ist nicht einfach :D Die ersten 2 Tage haben wir im Pool und im Klassenraum verbracht. ProDive hat sogar deutschsprachige Kurse angeboten und so hatten wir den Unterricht mit Rafael, einem deutschen Tauchlehrer. Ich hätte mir das ganze auch auf Englisch angetan, aber wenn es denn schon mal einen deutschen Kurs gab, warum nicht. Am ersten Tag hatten wir dann noch einen medizinischen Check und am Ende des zweiten Tages mussten wir dann noch die Theorieprüfung absolvieren. Am nächsten Tag ging es dann zusammen mit der englischen Tauchgruppe und bereits zertifizierten Tauchern für 3 Tage auf der Scubapro zum Reef hinaus. Was ich die 3 Tage dort unten erlebt habe ist mal wieder nicht mit Worten zu beschreiben. Schaut euch einfach die Bilder an. Die ersten 4 Tauchgänge haben wir mit Rafael gemacht, um unseren Open Water Diver Kurs zu beenden. Ich darf nun bis 18m tief auf der ganzen Welt tauchen gehen. Ich habe mich dazu entschlossen, 3 von unseren insgesamt 9 Tauchgängen dazu zu benutzen, den Advanced Open Water Diver zu machen, mit dem ich bis auf 40m tief tauchen darf. Darunter war ein Nachttauchgang, der ziemlich geil und beängstigend war. Fische fühlen sich vom Licht angezogen, so dass wir vom Boot aus schon Haie gesehen haben. Dann sind wir einmal bis 30m abgetaucht, was schon ziemlich spektakulär ist. Die Farben ändern sich in dieser Tiefe. Wir hatten eine Cola Dose mit, deren Farbe nicht mehr rot war, sondern schwarz. Wir haben Cola getrunken 30m unter dem Meeresspiegel und oben drauf hat mich noch eine Seegurke angeschissen. Ich habe das Zeug erst an der Oberfläche wieder abbekommen, so fest hat das geklebt. Auf meinem vorletzten Tauchgang habe ich mir dann auch mal eine Unterwasserkamera ausgeliehen und Bilder gemacht. Der gesamte Tauchkurs über 5 Tage hat mich insgesamt 1000$ gekostet (800€). Aber es war jeden Cent wert. 

 Nemo
















 Whitetip-Shark

 Das bin übrigens ich! Kein Scherz.






 Nun entspanne ich noch bis zum 4.Dezember hier in Cairns. Dann geht mein Flieger nach Melbourne in den Süden Australiens.Was für eine aufregende Zeit hier an der Ostküste.